Darf KI personenbezogene Daten verarbeiten?
Ja, wenn die DSGVO eingehalten wird: Es braucht eine Rechtsgrundlage, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter (Art. 28 DSGVO), nur die für die Aufgabe nötigen Daten (Art. 5 DSGVO) und bei Anbietern außerhalb der EU eine zulässige Übermittlung (Art. 44 ff. DSGVO). Die Bewertung im Einzelfall trifft das Unternehmen mit seinem Datenschutzbeauftragten.
Ist ChatGPT Business datenschutzkonform?
Kein KI-Werkzeug ist von sich aus datenschutzkonform, entscheidend ist der Einsatz. Für die Firmentarife von ChatGPT und die API gibt OpenAI an, dass Daten standardmäßig nicht zum Training der Modelle verwendet werden, und bietet einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an (Stand Oktober 2026). Dazu kommen die eigenen Regeln des Unternehmens, welche Daten hinein dürfen.
Wie hoch ist der Datenschutz bei ChatGPT?
Das hängt vom Konto ab. In privaten Tarifen steuert der Nutzer selbst, ob Eingaben zum Training verwendet werden dürfen, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt es dort nicht. Firmentarife und die API werden laut OpenAI standardmäßig nicht zum Training genutzt und sind vertraglich geregelt (Stand Oktober 2026). Für Firmendaten kommt deshalb nur ein Firmenkonto in Frage.
Was passiert mit persönlichen Daten bei ChatGPT?
Eingaben werden beim Anbieter verarbeitet und für eine gewisse Zeit gespeichert. Ob sie zusätzlich zum Training verwendet werden, hängt vom Tarif und den Einstellungen ab. Wer personenbezogene Daten von Kunden oder Mietern verarbeitet, braucht deshalb ein Firmenkonto mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung und feste Regeln, welche Daten eingegeben werden.
Welche KI hat den höchsten Datenschutz?
Es gibt keine KI, die pauschal den höchsten Datenschutz hat. Maßgeblich sind Firmenkonto, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Training mit Firmendaten standardmäßig aus, Speicherort und Zugriffsrechte. Firmenangebote von OpenAI, Anthropic und Microsoft erfüllen diese Punkte laut Anbieterangaben (Stand Oktober 2026), die Einstellung im eigenen Unternehmen muss trotzdem geprüft werden.
Brauche ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag für ChatGPT oder Claude?
Ja, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, zum Beispiel Namen, E-Mails oder Mieterangaben. Der Vertrag nach Art. 28 DSGVO wird mit dem Firmenkonto geschlossen, für private Konten gibt es ihn in der Regel nicht.
Darf ein Makler Kundendaten in ChatGPT eingeben?
Nur in ein Firmenkonto mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung und nur so viel, wie die Aufgabe braucht. Für einen Exposé-Entwurf reichen die Objektdaten ohne Namen des Eigentümers. Ausweiskopien, Bonitätsunterlagen und Zugangsdaten gehören nicht in einen KI-Chat.
Dürfen Mieterdaten in eine KI?
Mieterdaten sind personenbezogen und oft sensibel, etwa Selbstauskunft, Zahlungsverhalten oder Schriftverkehr. Sie gehören nur in eine freigegebene Firmenumgebung mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung, mit Zugriff nur für die zuständigen Personen. Für viele Aufgaben genügen anonymisierte oder pseudonymisierte Daten.
Muss ich Kunden informieren, wenn ich KI einsetze?
Die Datenschutzhinweise müssen beschreiben, welche Daten zu welchem Zweck und an welche Empfänger gehen (Art. 13 und 14 DSGVO). Wird ein KI-Anbieter als Auftragsverarbeiter neu eingesetzt, gehört er in diese Hinweise und ins Verarbeitungsverzeichnis. Ein Chatbot im Kundenkontakt muss zudem als KI erkennbar sein (Rechtsstand Oktober 2026).
Braucht man für KI eine Datenschutz-Folgenabschätzung?
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO ist nötig, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene hat, etwa bei umfangreicher Auswertung von Mieter- oder Bewerberdaten. Für Textentwürfe ohne Personenbezug ist sie in der Regel nicht nötig. Die Prüfung gehört zum Datenschutzbeauftragten.
Wie sieht es bei Microsoft Copilot mit dem Datenschutz aus?
Für Microsoft 365 Copilot im Unternehmen gibt Microsoft an, dass Prompts, Antworten und Daten aus Microsoft Graph nicht zum Training der Basismodelle verwendet werden und der Einsatz unter das Data Protection Addendum fällt. Die EU Data Boundary gilt laut Microsoft nicht für Websuche und derzeit nicht für die in Copilot angebotenen Anthropic-Modelle (Stand Oktober 2026).
Was ist bei Claude im Unternehmen zu beachten?
Seit Herbst 2025 entscheiden Nutzer der privaten Claude-Tarife Free, Pro und Max, ob ihre Chats zum Training verwendet werden. Bei Zustimmung werden die Daten deutlich länger gespeichert. Die Firmenangebote und die API sind davon ausgenommen. Für Firmendaten gehört Claude deshalb in ein Firmenkonto.
Welche Daten sollten nie in einen KI-Chat?
Passwörter und Zugangsdaten, Ausweis- und Kontonummern, Gesundheitsangaben und andere besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO sowie vertrauliche Unterlagen, für die kein Vertrag und keine Freigabe besteht. Auch im Firmenkonto gilt: so wenig personenbezogene Daten wie möglich.
Wie startet ein Immobilienunternehmen datenschutzgerecht mit KI?
Mit drei Schritten: Firmenkonto mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung einrichten, eine kurze KI-Richtlinie mit Datenklassen und Prüfpunkten festlegen, dann einen ersten Ablauf ohne sensible Daten starten, etwa Exposé-Entwürfe oder Berichte. Der Datenschutzbeauftragte prüft vor dem Start.
Wie geht Kopp AI im eigenen Betrieb mit Daten um?
Die Kopp Real Estate GmbH arbeitet mit Firmenkonten von Claude und ChatGPT beziehungsweise Codex, angebunden an Microsoft 365 und die eigene Ablage. Anbindungen laufen zuerst lesend, Senden und Veröffentlichen nur nach Freigabe. Praxisbeispiele auf der Website sind anonymisiert.
Leistet Kopp AI Rechtsberatung zum Datenschutz?
Nein. Kopp AI ordnet Abläufe, Datenklassen und Prüfpunkte und bereitet Unterlagen für den Datenschutzbeauftragten vor. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt beim Unternehmen, seinem Datenschutzbeauftragten und seinen Rechtsberatern.