Firmenkonten
Die Kopp Real Estate GmbH arbeitet mit Firmenkonten von Claude und ChatGPT beziehungsweise Codex, angebunden an Microsoft 365 und die eigene Ablage.
KI-Richtlinie
Welche Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten hinein dürfen, wer prüft: Kopp AI zeigt eine KI-Richtlinie zum Übernehmen. Erprobt im eigenen Immobilienbetrieb.
Die kurze Antwort: Eine KI-Richtlinie legt schriftlich fest, welche KI-Werkzeuge mit welchem Konto erlaubt sind, welche Daten hinein dürfen und welche nie, wer Ergebnisse vor der Verwendung prüft und wie das Team geschult wird. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht, sie ist aber der übliche Weg, KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-Verordnung und den Umgang mit Daten nach DSGVO nachweisbar zu machen. Kopp AI, die KI-Beratung der Kopp Real Estate GmbH, stellt hier eine Vorlage mit zehn Bausteinen für Immobilienunternehmen bereit.
Rechtsstand: Oktober 2026. Die Vorlage ist ein Arbeitsentwurf und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Abläufe dahinter sind dokumentiert unter KI-Praxisbeispiele.
Pflicht
Kurzantwort: Nein, kein Gesetz schreibt sie vor. Drei Pflichten lassen sich ohne schriftliche Regeln aber kaum nachweisen, deshalb ist die KI-Richtlinie in der Praxis der Standard.
Rechtsstand Oktober 2026, sachlich informierend. Die Einordnung der Fristen steht auf der Seite EU AI Act für die Immobilienwirtschaft.
Bausteine
Kurzantwort: Zehn Bausteine: Geltung, freigegebene Werkzeuge, Datenklassen, verbotene Eingaben, menschliche Prüfung, Außenkommunikation, Kennzeichnung, Zuständigkeit, Schulung sowie Meldeweg und Pflege. Die rechte Spalte ist eine Musterregel zum Übernehmen.
| Baustein | Regelt | Musterregel (anpassen) |
|---|---|---|
| 1. Zweck und Geltung | Für wen die Richtlinie gilt: Geschäftsführung, Mitarbeitende, Auszubildende, freie Mitarbeitende | Diese Richtlinie gilt für alle Personen, die für das Unternehmen mit KI-Werkzeugen arbeiten. |
| 2. Freigegebene Werkzeuge | Liste der erlaubten KI-Werkzeuge mit Kontoart | Erlaubt sind nur die in Anlage 1 genannten Werkzeuge im Firmenkonto. Private Konten werden für Firmendaten nicht genutzt. |
| 3. Datenklassen | Welche Daten wohin dürfen | Personenbezogene Daten von Kunden, Eigentümern und Mietern werden nur in Firmenkonten mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung eingegeben, und nur so viel, wie die Aufgabe braucht. |
| 4. Verbotene Eingaben | Was nie in einen KI-Chat gehört | Passwörter, Zugangsdaten, Ausweis- und Kontonummern sowie Gesundheitsangaben werden nie in KI-Werkzeuge eingegeben. |
| 5. Menschliche Prüfung | Wer Ergebnisse vor der Verwendung prüft | Kein KI-Ergebnis verlässt das Unternehmen ohne Prüfung durch einen Menschen. Zahlen, Flächen, Fristen und Rechtsangaben werden gegen die Unterlagen geprüft. |
| 6. Außenkommunikation | Senden, Veröffentlichen, Unterschreiben | Senden, Veröffentlichen und Bestätigen gegenüber Dritten geschieht nur nach Freigabe durch die zuständige Person. |
| 7. Kennzeichnung | Chatbots und veränderte Bilder | Ein Chatbot im Kundenkontakt gibt sich als KI zu erkennen. Bilder, die reale Räume verändert zeigen, erhalten einen sichtbaren Hinweis. |
| 8. Zuständigkeit | Wer die Richtlinie pflegt und Fragen beantwortet | Für diese Richtlinie ist [Name, Funktion] zuständig. Neue Werkzeuge werden vor dem Einsatz von dieser Person und dem Datenschutzbeauftragten geprüft. |
| 9. Schulung | KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-Verordnung | Wer KI-Werkzeuge nutzt, nimmt vorher an einer Einweisung teil. Teilnahme und Inhalte werden dokumentiert. |
| 10. Meldeweg und Pflege | Fehler melden, Richtlinie aktualisieren | Versehentlich eingegebene Daten werden sofort gemeldet. Die Richtlinie wird mindestens jährlich und bei jedem neuen Werkzeug überprüft. |
Vorlage von Kopp AI, Stand Oktober 2026, frei verwendbar und ohne Gewähr. Vor der Inkraftsetzung vom Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls vom Betriebsrat prüfen lassen.
Vorgänge
Kurzantwort: Eine gute Richtlinie benennt die typischen Vorgänge des eigenen Hauses: was die KI vorbereitet und was der Mensch vor der Verwendung prüft. Die Tabelle zeigt Beispiele für Makler, Verwaltung, Bestandshalter, Projektentwicklung und Family Office.
| Akteur | Vorgang | KI übernimmt | Mensch prüft |
|---|---|---|---|
| Makler | Exposé-Entwurf | Text aus Objektdaten ohne Eigentümernamen | Flächen, Baujahr, Energiekennwerte gegen Unterlagen |
| Makler | Anfragen beantworten | Antwortentwurf aus Objektdaten und Anfrage | Freigabe vor dem Versand |
| Makler | Bilder aufbereiten | Helligkeit, Zuschnitt, virtuelle Möblierung | Hinweis bei veränderten Räumen |
| Hausverwaltung | Posteingang sortieren | Zuordnung zu Objekt und Vorgang | Fristen und Zuständigkeit |
| Hausverwaltung | Mieterschreiben | Entwurf aus Vorgang und Vorlage | Ton, Fristen, Rechtsangaben vor Versand |
| Hausverwaltung | Nebenkosten vorbereiten | Belege sortieren, Abweichungen markieren | Summen gegen Buchhaltung |
| Bestandshalter | Mietvertrag auswerten | Eckdaten mit Fundstelle herausziehen | Fundstellen stichprobenartig prüfen |
| Bestandshalter | Reporting | Bericht aus Quelldaten | Kennzahlen gegen Quellsystem |
| Projektentwicklung | Grundstücksangebot vorprüfen | Steckbrief, Baurecht mit Fundstellen | Entscheidung bleibt beim Menschen |
| Projektentwicklung | Angebote vergleichen | Preisspiegel, Abweichungen markieren | Vergabe nur durch Verantwortliche |
| Family Office | Ankaufsprüfung | Datenraum auf Vollständigkeit prüfen | Lückenbericht und Bewertung durch Menschen |
| Alle | Rechts- und Steuerfragen | Nur Recherche mit Quellenangabe | Keine Auskunft nach außen ohne Fachprüfung |
Beispiele für technisch automatisierbare Abläufe, ohne Kundenbezug. Wie solche Abläufe aufgebaut werden, beschreibt die KI-Implementierung.
Vorgehen
Kurzantwort: Erst die tatsächliche Nutzung erheben, dann Werkzeuge und Datenklassen festlegen, die Vorlage anpassen, prüfen lassen, in Kraft setzen und das Team schulen. Mit Vorlage ist das in wenigen Wochen erledigt.
Wer nutzt heute welche KI-Werkzeuge, mit welchem Konto, für welche Vorgänge? Unkoordinierte Einzelnutzung wird so sichtbar.
Firmenkonten auswählen, Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen, Training mit Firmendaten und Aufbewahrung prüfen.
Welche Daten in welches Werkzeug dürfen, welche nur pseudonymisiert und welche nie.
Die zehn Bausteine auf die eigenen Vorgänge zuschneiden, Zuständige benennen, Anlage mit Werkzeugliste anlegen.
Datenschutzbeauftragter und, wo vorhanden, Betriebsrat prüfen den Entwurf.
Die Geschäftsführung setzt die Richtlinie in Kraft, alle Betroffenen bestätigen die Kenntnis.
Einweisung an eigenen Fällen, Teilnahme dokumentieren, Richtlinie jährlich und bei neuen Werkzeugen prüfen.
Wie Rollen und Regeln dauerhaft im Betrieb verankert werden, beschreibt die AI-First-Organisation.
Praxisbeweis
Kurzantwort: Nach denselben Grundsätzen wie in der Vorlage: Firmenkonten, lesende Anbindung zuerst und Freigabe durch einen Menschen vor allem, was nach außen geht. Die Kopp Real Estate GmbH arbeitet täglich so.
Die Kopp Real Estate GmbH arbeitet mit Firmenkonten von Claude und ChatGPT beziehungsweise Codex, angebunden an Microsoft 365 und die eigene Ablage.
Anbindungen an Postfach, Ablage und Systeme laufen zuerst lesend. Senden und Veröffentlichen geschieht nur nach Freigabe durch einen Menschen.
Alle Praxisbeispiele auf dieser Website stammen aus dem Eigenbetrieb und sind anonymisiert, Kunden und Mandate werden nicht genannt.
Alle Abläufe im Detail: KI-Praxisbeispiele aus dem Eigenbetrieb.
Arbeitsteilung
Kurzantwort: Kopp AI entwirft die Richtlinie passend zu den Abläufen. Datenschutzbeauftragter und Betriebsrat prüfen, die Geschäftsführung setzt sie in Kraft und verantwortet sie.
| Aufgabe | Kopp AI | Unternehmen, Datenschutzbeauftragter, Betriebsrat |
|---|---|---|
| Bestand und Abläufe | Prozessaufnahme, Liste der KI-Nutzung je Vorgang | Auskunft, Auswahl der ersten Abläufe |
| Entwurf | Richtlinie mit Bausteinen, Datenklassen und Prüfpunkten | Anpassung an Hausregeln |
| Prüfung | Unterlagen für die Prüfung vorbereiten | rechtliche Prüfung, Beteiligung des Betriebsrats |
| Inkraftsetzung | Hinweise zur Einführung im Team | Beschluss der Geschäftsführung |
| Schulung | Workshop an eigenen Fällen | Teilnahme und Nachweis |
| Pflege | Hinweise bei neuen Werkzeugen und Anbieteränderungen | jährliche Überprüfung durch die zuständige Person |
Kopp AI leistet keine Rechtsberatung. Das Schulungsformat beschreiben die KI-Workshops.
Eignung
Kurzantwort: Für ein kleines Büro mit einem Werkzeug reicht die angepasste Vorlage. Begleitung lohnt sich, wenn mehrere Werkzeuge, sensible Daten oder angebundene Systeme im Spiel sind.
Ein Maklerbüro oder eine kleine Verwaltung nutzt ein KI-Werkzeug im Firmenkonto für Texte und Entwürfe ohne sensible Daten.
Mehrere Werkzeuge, Mieter- oder Eigentümerdaten, Anbindung an Postfach und Ablage oder erste KI-Agenten sollen geregelt werden.
Es geht um eine konkrete Rechtsfrage, eine Beschwerde oder einen Streit mit dem Betriebsrat. Dann ist eine Kanzlei zuständig.
Einordnung
Kurzantwort: Die KI-Verordnung setzt den Rahmen, die KI-Richtlinie übersetzt ihn in Regeln für den eigenen Betrieb, die Beratung sorgt dafür, dass die Regeln zu den echten Abläufen passen.
Den Einstieg beschreibt die KI-Beratung für Immobilienunternehmen. Für Maklerbüros gibt es den Einstieg KI für Immobilienmakler, für Verwaltungen KI in der Hausverwaltung. Welche Daten in einen Prompt gehören, zeigt die Seite ChatGPT für Immobilienmakler, wie KI-Agenten geregelt werden, die Seite KI-Agenten in der Immobilienwirtschaft.
FAQ
Antworten mit Rechtsstand Oktober 2026, sachlich informierend und ohne Rechtsberatung.
Nein, ein Gesetz schreibt keine KI-Richtlinie vor. Die KI-Verordnung verlangt aber Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz (Art. 4), und die DSGVO verlangt, dass ein Unternehmen den Umgang mit personenbezogenen Daten nachweisen kann (Art. 5 Abs. 2 DSGVO). Eine schriftliche KI-Richtlinie ist der übliche Weg, beides nachvollziehbar zu machen (Rechtsstand Oktober 2026).
Nein, die KI-Verordnung schreibt für Unternehmen, die KI nutzen, keinen KI-Beauftragten vor (Rechtsstand Oktober 2026). Sinnvoll ist trotzdem eine benannte Person, die die Richtlinie pflegt, Fragen beantwortet und neue Werkzeuge prüft. In kleinen Büros übernimmt das oft die Geschäftsführung selbst.
Drei Ebenen sind zu unterscheiden: die EU-KI-Verordnung als Gesetz, Normen wie ISO/IEC 42001 für ein KI-Managementsystem und die interne KI-Richtlinie des einzelnen Unternehmens. Für die meisten Immobilienunternehmen genügt eine kurze interne Richtlinie, die sich an Gesetz und Datenschutz ausrichtet.
Mindestens fünf Punkte: welche KI-Werkzeuge mit welchem Konto erlaubt sind, welche Daten hinein dürfen und welche nie, wer Ergebnisse vor der Verwendung prüft, wer für die Richtlinie zuständig ist und wie Mitarbeitende geschult werden. Die Vorlage auf dieser Seite enthält zehn Bausteine.
Ja. Die Musterregeln auf dieser Seite dürfen frei übernommen und angepasst werden. Sie sind ein Arbeitsentwurf ohne Gewähr und ersetzen nicht die Prüfung durch den Datenschutzbeauftragten oder einen Rechtsberater.
Wo ein Betriebsrat besteht, ist er über die Planung von KI-Anwendungen zu unterrichten (§ 90 BetrVG) und bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung überwachen können, mitbestimmungsberechtigt (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Ob das für ein Werkzeug gilt, hängt vom Einsatz ab. Frühe Beteiligung erspart spätere Verzögerungen.
Für Firmendaten nicht. Private Konten haben in der Regel keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und je nach Anbieter und Einstellung können Eingaben zum Training verwendet werden. Die Richtlinie legt deshalb fest, dass für Arbeit mit Kunden-, Eigentümer- oder Mieterdaten nur freigegebene Firmenkonten genutzt werden.
Die Richtlinie nennt konkrete Werkzeuge mit Kontoart, etwa ChatGPT, Claude oder Microsoft 365 Copilot im Firmentarif. Welches Werkzeug passt, hängt von den Abläufen und der vorhandenen Software ab. Kopp AI arbeitet modellunabhängig und empfiehlt kein bestimmtes Produkt.
Für interne Entwürfe nicht. Die Kennzeichnungspflichten der KI-Verordnung (Art. 50) betreffen unter anderem Chatbots im Kundenkontakt und täuschend echt wirkende Bilder. Bei Bildern, die reale Räume verändert zeigen, etwa virtuell möblierte Wohnungen, sollte die Richtlinie einen sichtbaren Hinweis vorschreiben (Rechtsstand Oktober 2026).
Mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn ein neues Werkzeug eingeführt wird, ein Anbieter seine Bedingungen ändert oder sich die Rechtslage ändert. Die zuständige Person führt dazu eine kurze Änderungsliste.
Sie sollte gelten, wenn Dienstleister mit Daten des Unternehmens arbeiten, etwa Texter, Fotografen oder Verwaltungsdienstleister. Die Richtlinie oder der jeweilige Vertrag regelt dann, ob und mit welchen KI-Werkzeugen diese Daten verarbeitet werden dürfen.
Ja, in kurzer Form. Schon zwei Seiten mit erlaubten Werkzeugen, Datenregeln und Prüfpunkten verhindern, dass Kundendaten in private Konten wandern. Der Aufwand liegt bei wenigen Stunden, wenn eine Vorlage verwendet wird.
Die Richtlinie ist eine Arbeitsanweisung. Verstöße werden wie andere Verstöße gegen Arbeitsanweisungen behandelt. Wichtiger als Sanktionen ist ein klarer Meldeweg: Wer versehentlich falsche Daten eingegeben hat, meldet das sofort, damit der Datenschutzbeauftragte prüfen kann, ob eine Meldepflicht besteht.
So kurz, dass sie gelesen wird. Zwei bis fünf Seiten reichen für die meisten Immobilienunternehmen. Details wie die Datenklassen oder die Liste freigegebener Werkzeuge stehen besser in einer Anlage, die ohne neue Inkraftsetzung gepflegt werden kann.
Kopp AI, die KI-Beratung der Kopp Real Estate GmbH, nimmt die Abläufe auf, entwirft die Richtlinie mit Datenklassen und Prüfpunkten passend zu den Vorgängen und schult das Team an eigenen Fällen. Die rechtliche Prüfung und die Inkraftsetzung bleiben beim Unternehmen.
Nein. Kopp AI ordnet Abläufe, Regeln und Prüfpunkte und bereitet Unterlagen vor. Die rechtliche Bewertung bleibt beim Unternehmen, seinem Datenschutzbeauftragten und seinen Rechtsberatern.
Unverbindliche Anfrage
Martin Kopp klärt im Erstgespräch, welche Werkzeuge und Daten in Ihrem Unternehmen geregelt werden müssen und ob die Vorlage reicht oder ein Entwurf nach Ihren Abläufen sinnvoll ist.
Martin KoppBranche wählen, E-Mail eintragen. Telefonnummer ist optional.
Lieber direkt? 089 444 432 130 oder martin.kopp@kopp-re.de